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Eine extravagante Newcomer-Band hat sein Debut-Album herausgebracht: I don't want to be a fish, ein Name der viel verspricht. Beim ersten Hören erschließt sich der Sinn nur weniger Songs mit Leichtigkeit. Doch gerade die Überraschung, das Verstehen beim mehrmaligen Hören lässt vermuten: Von dieser Band wird man noch viel erwarten können. Selbst Coverversionen wie „Manamana", welches ja schon in vielfältiger Weise und von vielen Künstlern interpretiert wurde, zeigen Einfallsreichtum und Kreativität von I don't want to be a fish. Bei Songs wie Lennon ist man hin- und hergerissen: Welcher Lennon wird hier angesprochen? Ist es der berühmte Ex-Beatle John Lennon oder vielleicht der berühmte Künstler Lennon Broadbridge? Eventuell werden hier private Erlebnisse von Snickers oder Mars mit einem ganz unbekannten Lennon verarbeitet. Egal, die Intensität, der Aufschrei zu Beginn: „Lennon" lässt viele Interpretationen zu.

Ebenfalls ins Grübeln kommt man nach einiger Zeit beim 7. Song: Happy Birthday To Me. Hier bleibt offen: Ist Me weiblich oder männlich? Auch die virtuose Melodieführung führt hier zu keiner Klärung. Das macht wohl den Reiz dieses Titel aus. Das ewige Rätsel bleibt bis zum Ende bestehen: männlich oder weiblich?

Auch die Coverversion „Adelheid" lässt nur einen Schluss zu: Hier sind Könner am Werk! Welches der Bandmitglieder seine Stimme besser einbringt, eindringlicher wirkt ist unmöglich zu bestimmen. Die Spannung in diesem Titel bleibt bis zum Höhepunkt und Schluss des Songs.

Fulminant ist auch der Anfang des 6. Titels: „Marylin Manson goes to school". Schon der Witz und die Kreativität des Textes ist einzigartig. Kein Zweifel: Der bekannte Performer Marylin Manson kann hier nicht gemeint sein. Ein Schulbesuch ist hier wohl ausgeschlossen.
Und nun zum Höhepunkt der CD: „Du hastse net mehr alle". In diesem Song macht sich die Band sozusagen über sich selbst lustig. Ein Lied voller Selbstironie und Komik. Trotz unglaublich künstlerischer Gestaltung der CD nimmt sich keiner der Bandmitglieder so wichtig. Das macht wahres Können aus. Voluminös im Klang und fein in der Gestaltung der Texte, das kann man über alle Songs dieser neuen Band sagen. Insgesamt ein Album, das in keinem CD-Regal fehlen darf. Abgerundet wird der Gesamteindruck durch einfach gestaltete, in ihrer Intensität dennoch nicht zu unterschätzende Songs wie „Galaschow" (Part 1 und 2) und „California".
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